Kirche Reichenwalde

Die Reichenwalder Kirche

Zu den Gemeindebriefen der Evangelische Kirchengemeinde Reichenwalde: Gemeindebriefe

Die rechteckige Feldsteinkirche mit ihrem quadratischen spätgotischen Westturm stammt ursprünglich aus dem Ende des 13./ Anfang des 14. Jahrhunderts.

In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde auf den massiven, gedrungenen Turm ein Fachwerkoberteil mit barocker Erneuerung gesetzt; die gestufte Spitzbogenpforte an der Südseite erhielt eine Vorhalle; am spätgotischen Westportal wurde die Backsteineinrahmung verändert. Das Schiff wurde nach Osten hin erweitert. Die kleinen gotischen Fensteröffnungen wurden zugemauert und große Fensteröffnungen im Stil der Barockzeit angelegt.

Altarkreuz Kirche Reichenwalde

In den Jahren von 1966 – 1968 wurden in der Kirche die Seiten- und Westqueremporen entfernt, ein neuer Altar errichtet und ein Taufstein aufgestellt. Die Kirche erhielt einen neuen Anstrich, es wurden sechs Fensterrahmen und die Beleuchtung erneuert. Außerdem wurde das feste Gestühl ausgebaut und Stühle aufgestellt.

Bei der Renovierung der Kirche im Jahre 1987 wurde die ursprüngliche ornamentale Bemalung an Decke, Wandflächen, Brüstung, Orgelprospekt und Kanzel wieder hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt kam auch das Altarkreuz aus der Gemeinde Reddern, Kreis Calau als Dauerleihgabe nach Reichenwalde.

Orgel Kirche Reichenwalde

Die Orgel gehört zu den ältesten Orgeln im Kirchenkreis. Der Orgelprospekt ist 3-teilig angelegt: 2 große Flachfelder flankieren ein breiteres Mittelfeld, das sich über einem Halbbogen wölbt. Darunter befindet sich der Spieltisch. Sie stammt vom Orgelbaumeister Grueneberg aus Stettin.

Ursprünglich gab es in der Reichenwalder Kirche zwei kleine Glocken von gleicher Größe. 1867 wurde die Genehmigung zum Umgießen einer gesprungenen Glocke erteilt. 1889 beantragte der Gemeindekirchenrat erneut bei der Königlichen Regierung in Potsdam eine Glocke, da die alte, aus dem 16. Jahrhundert stammende, durch den wiederholten Gebrauch beim Trauergeläut für die nacheinander verstorbenen Majestäten Kaiser Wilhelm, Kaiser Friedrich und Kaiserin Augusta einen Riss bekommen hatte.

Glocke Kirche Reichenwalde

Im Jahre 1929 wurde eine Glocke von der Firma Franz Schilling in Apolda gekauft. Die Inschrift lautet: OSTERN 1929, FRIEDE SEI MIT EUCH, ICH BIN DIE AUFERSTEHUNG UND DAS LEBEN

Diese Glocke wird noch heute per Hand geläutet.

Das steinerne Grabkreuz neben der Kirche erinnert an Carl Wilhelm Erdmann von Löschebrand, Rittmeister im Leibhusaren-Regiment, Erb- und Gerichtsherr zu Saarow und Silberberg, der 1860 hier beigesetzt worden ist. Er war der Enkel von Erdmann Gottlob von Löschebrand, 22 Jahre angesehener Landrat des Beeskow-Storkower Kreises, der 1781 in der Reichenwalder Kirche seine letzte Ruhestätte fand.

Zum Gedenken an Johann Christian Karl Hartte, Pfarrer in Reichenwalde von 1820 – 1828, ist ein weiteres altes Grabkreuz nahe der Kirche erhalten.

Der alte Kirchhof war mit einer Feldsteinmauer umfriedet, die auch heute noch teilweise erhalten ist.



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